Xanten im späten Mittelalter


Xanten im späten Mittelalter

Artikel-Nr.: 30031
49,95
Preis inkl. MwSt., zzgl. Versand
Nur solange der Vorrat reicht!


Geschichte der Stadt Xanten (Band 3) von Heike Hawicks

Xanten geriet im späten Mittelalter in das Blickfeld zweier zunehmend miteinander konkurrierender Mächte: der Erzbischöfe von Köln und der Grafen, später Herzöge von Kleve. So erhob der Kölner Erzbischof im Jahre 1228 Xanten zur Stadt. Die Grafen von Kleve wiederrum hatten schon vor der Stadterhebung die Vogtei über das bedeutende Kanonikerstift St. Viktor inne, das durch seinen Grundbesitz und als Sitz des Archidiakons für die Entwicklung des Ortes von entscheidender Bedeutung war. Stift und Stadt lagen somit in beiden Interessensphären, sodass die Situation Xantens teilweise einer Zerreißprobe gleichkam. Neben diesen machtpolitischen Auseinandersetzungen wurde die Geschichte Xantens durch den gotischen Kirchenbau geprägt. Die Grundsteinlegung fand unter Probst Friedrich von Hochstaden, dem Bruder des Kölner Erzbischofs, im Jahre 1263 statt. Ist hier durchaus ein Wetteifern mit dem Kölner Dombauprojekt zu erkennen, so konnte der Xantener Bau im Gegensatz zu diesem noch zu Beginn des 16. Jahrhunderts vollendet werden. Die reichhaltige Überlieferung spiegelt die enormen Anstrengungen wider, welche zur Fertigstellung der Stiftskirche notwendig waren. Einzelne Förderer oder Stifter treten in Erscheinung und lassen vornehmlich im Bereich der Führungsschichten auch das städtische Leben lebendig werden. Die Xantener Bevölkerung erlebte im späten Mittelalter Hungersnöte, Pestepidemien und Überschwemmungen; im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie zudem mehrfach durch kriegerische Ereignisse in Mitleidenschaft gezogen.

Böhlau Verlag GmbH

 

Diese Kategorie durchsuchen: Bücher